Hätte jemand mir gesagt, ich würde einst den Namen eines SVP-Politikers auf meine Wahlliste schreiben, meine Antwort wäre gewesen: „Nie!“ Und nun kommt es doch dazu.
Vor gut einem Monat druckte die „Zuger Presse“ meine Meinung und Empfindungen (nach der Baarer Gemeindeversammlung) zu Thomas Aeschi und zur SVP insbesondere ab. Auf Leserbriefe kann frau unterschiedliche Rückmeldungen erhalten. Meist Anrufe, von denen in meinem Fall über die Jahre nur einer nicht anständig war. Der Rest war positiv. Die beste Reaktion aber erhielt ich auf nun von Thomas Aeschi selbst. Er hatte über Tage versucht, mich zu erreichen, um mich zu einem persönlichen Gespräch einzuladen. Am Sonntag, dem 28.08. klappte es, wir verabredeten uns für den folgenden Tag in der „Krone“ in Baar, und dieses Gespräch führte dazu, dass ich meine vorgängig geäusserte Meinung über diesen jungen Mann ändern durfte, gemäss dem Zitat: „Der Kopf ist rund, damit das Denken seine Richtung ändern kann.“ Fast zwei Stunden sehr angeregter und auch persönlicher Unterhaltung machten mir dies leicht. Thomas Aeschi nimmt Anteil, hört wirklich zu, ist präsent, er kann lachen, hat wahrhaftig den Wunsch, der Schweiz, seinem Land etwas zurückzugeben für das, was es ihm im Leben ermöglicht. Am meisten aber beeindruckten mich seine offene, ehrliche Art, sein natürliches Auftreten. Wir konnten alle Punkte besprechen, die ich im Leserbrief einbrachte, und letztendlich verabschiedete ich mich von ihm mit dem Versprechen, seinen Namen 2x auf die Wahlliste zu setzen, mit dem klaren Hinweis darauf, dass nicht die SVP (-Liste) meine Stimme erhalte, sondern er, Thomas Aeschi.
Nun wirkt sich meine Wahlentscheidung natürlich auch für die SVP positiv aus. Noch positiver aber wird sein, wenn diese Partei Thomas Aeschi im Nationalrat sitzen hat. Er ist jung, sehr engagiert, kompetent, ein ausgezeichneter Gesprächspartner, und er versteht sich zweifellos auf dem Politparkett zu bewegen, in der Schweiz als auch international.
Wenn Politologe Andreas Ladner sagt, die SVP müsse würdevoller auftreten, dann ist Thomas Aeschi für mich der Mann aus dem Kanton Zug, der diese Qualität im Blut hat und der dieser Partei - die, trotz allem, was mir persönlich an ihrem Stil missfällt, unbedingt zur Vielfalt unserer Politlandschaft gehört - zu weniger Polemik und mehr Sachlichkeit, ergo Würde verhelfen wird.
Ich halte mein Versprechen, Herr Aeschi, und schreibe ihren Namen 2x auf die Liste, und ich hoffe, sehr viele Zuger Wähler jeden Alters werden es mir gleich tun, damit ich künftig mitverfolgen kann, wie Sie im Nationalrat ihren engagierten Einsatz für dieses schöne, freie Land erbringen.
Angela Bibiane Nussbaumer, Baar