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Kandidatenportrait Thomas Aeschi im Magazin Wirtschaft Zug der Zuger Wirtschaftskammer

17.08.2011

Weshalb kandidieren Sie für den Nationalrat?

Thomas Aeschi: Die Schweiz ist ein Erfolgsmodell. Schaut man nach Bundesbern, kommt man rasch zur Einsicht, dass die gegenwärtige Politik mehr mit sich selber beschäftigt ist, als dafür zu sorgen, unserer Wirtschaft weiterhin attraktive Rahmenbedingungen für den nationalen und internationalen Wettbewerb zur Verfügung zu stellen. Dieser Entwicklung muss Einhalt geboten werden!

 

Die grosse Mehrheit der Zuger tut sich mit den NFA-Zahlungen schwer und fordert eine Obergrenze. Passieren tut aber nichts. Ist es wirklich so, dass Zug als einer der wenigen Geber nichts unternehmen kann?

Es darf nicht länger sein, dass unser Kanton als Milchkuh für die halbe Schweiz missbraucht wird. Das Geld, welches wir im Kanton mit unserer Arbeit verdienen, soll in erster Linie zugunsten der Zuger Bevölkerung verwendet werden. Auf Stufe Regierungsrat könnte sich Zug zum Beispiel weigern, weiterhin einen Kulturlastenausgleich an Luzern zu zahlen, solange der Kanton Zug mit einem tieferen Unternehmenssteuersatz unterboten wird. Im Parlament müssten unsere Volksvertreter zusammen mit anderen Geberkantonen konsequent eine Neuverhandlung des NFA fordern.

 

Alle Parteien haben die Familien entdeckt. Verschiedene Kreisen fordern mehr Fremdbetreuung, Tagesstätten auch während den Ferien und bezahlen soll dies vor allem die Allgemeinheit. Also höhere Steuern. Welchen Stellenwert hat bei Ihnen die Eigenverantwortung?

In erster Linie sind Familien selbst für die Erziehung ihrer Kinder verantwortlich. Vor allem darf, wer seine Kinder selber zu Hause erzieht, nicht steuerlich benachteiligt werden. Deswegen fordert die SVP mit ihrer Familieninitiative eine steuerliche Entlastung für alle Familien, welche ihre Kinder zu Hause erziehen. Es braucht also nicht mehr, sondern weniger steuerliche Belastungen für die Familien.

 

Die Krankenkassenprämien steigen und steigen. Immer mehr Leute haben Probleme, diese bezahlen zu können. Wie bekommen wir das Gesundheitswesen in den Griff?

Die SVP bekämpfte seinerzeit das Krankenversicherungsgesetz (KVG), welches die Errichtung einer obligatorischen Krankenversicherung zum Ziel hatte. Seit Einführung des KVG haben sich die Prämien mehr als verdoppelt. Das KVG muss daher zwingend in eine marktwirtschaftliche Richtung reformiert werden. Ziel muss die Förderung der Eigenverantwortung, die Erhöhung der Transparenz, das Entschlacken des Leistungskatalogs, sowie eine saubere Aufgabenteilung zwischen Bund, Kantonen und Gemeinden sein.

 

Weshalb sollen die Zuger Sie am 23. Oktober wählen?

Als Zuger Kantonsrat habe ich bewiesen, dass ich die für einen Nationalrat notwendigen Eigenschaften besitze und als Mitglied der Zuger Wirtschaftskammer, des Gewerbevereins Baar und der Offiziersgesellschaft des Kantons Zug bin ich fest mit unserem Kanton verbunden. Als HSG-Absolvent verfüge ich zudem über gute Wirtschafts- und Finanzkenntnisse und mit meinem Masterabschluss von der Harvard Universität habe ich das nötige staatspolitische Handwerk gelernt. Wer sich einen verlässlichen Politiker wünscht, der sich für eine starke und selbstbewusste Schweiz sowie für einen attraktiven Kanton Zug einsetzt, dem kann ich versichern, dass ich zu meinem Wort stehe!

 

Wirtschaft Zug, Ausgabe August 2011: Download


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