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Kandidatenportrait Thomas Aeschi auf der Webseite der Zuger Wirtschaftskammer

09.09.2011

Als Zuger Kantonsrat habe ich bewiesen, dass ich die für einen Nationalrat notwendigen Eigenschaften besitze und als Mitglied der Zuger Wirtschaftskammer, des Gewerbevereins Baar und der Offiziersgesellschaft des Kantons Zug bin ich fest mit unserem Kanton verbunden. Als HSG-Absolvent verfüge ich zudem über gute Wirtschafts- und Finanzkenntnisse und mit meinem Masterabschluss von der Harvard Universität habe ich das nötige staatspolitische Handwerk gelernt. Wer sich einen verlässlichen Politiker wünscht, der sich für eine starke und selbstbewusste Schweiz sowie für einen attraktiven Kanton Zug einsetzt, dem kann ich versichern, dass ich zu meinem Wort stehe!

 

Wie beurteilen Sie die Entwicklung des Steuerwettbewerbs unter den Kantonen und international? Was möchten Sie als eidgenössische Parlamentarierin / eidgenössischer Parlamentarier unternehmen, um die Position der Schweiz und von Zug zu stärken?

Die EU-Finanzkrise zeigt, wie wichtig es ist, dass der Staat haushälterisch mit seinen Finanzen umgeht. Der Steuerwettbewerb unter den Kantonen sorgt dafür, dass diese sparsam mit ihren Finanzen umgehen. Dies gibt unserem Land wirtschaftliche Stabilität und macht es attraktiv für ausländische Firmen. Ich setze mich deshalb für eine Stärkung des Steuerwettbewerbs sowie für eine Neuverhandlung des NFAs ein, damit die Steuergelder, die die Zuger Bevölkerung erarbeitet, vor allem in unserem Kanton eingesetzt werden. 

 

Wie stehen Sie zur Personenfreizügigkeit der Schweiz mit der Europäischen Union? Soll die Schweiz die Einwanderung von Ausländern einschränken?

Unsere Wirtschaft ist auf ausländische Arbeitskräfte angewiesen. Doch mit 330‘000 Einwanderern in nur vier Jahren haben wir die Kontrolle über die Zuwanderung verloren. Die Folge ist eine unkontrollierte Masseneinwanderung nicht nur von gewünschten Arbeitskräften, sondern auch von vielen Ausländern, welche direkt in unser Sozialsystem einwandern. Dies müssen wir stoppen. Mittels jährlicher Höchstzahlen und Kontingenten kann die Einwanderung wieder direkt an die Bedürfnisse der Schweizer Wirtschaft angepasst werden.

 

Befürworten Sie den vom Bundesrat beschlossenen Atomausstieg? Wo setzen Sie Prioritäten bei der Energiepolitik?

Bereits heute über einen Atomausstieg in 20 Jahren zu entscheiden, ohne die technologische Entwicklung der kommenden zwei Jahrzehnten zu kennen, ist verantwortungslos. Die Entwicklung alternativer Energien und der Bau zusätzlicher Wasserkraftwerke muss weiter unterstützt werden. Ohne das Vorhandensein einer technologisch erprobten und finanziell tragbaren Alternative zur Kernkraft, erachte ich den vom Bundesrat beschlossenen Atomausstieg jedoch für überstürzt.

 

Was sollte die Schweizerische Nationalbank Ihrer Meinung nach unternehmen, um den Schweizer Franken zu schwächen? Für welche weiteren wirtschaftspolitischen Massnahmen würden Sie sich engagieren, um die Schweizer Wirtschaft zu stützen?

Mit der am 6. September beschlossenen Wechselkurs-Untergrenze von Fr. 1.20 / € bewahrt die SNB die Exportwirtschaft vor grösseren Schäden. Der gegenwärtige wirtschaftliche Ausblick ist aussergewöhnlich unsicher und entsprechend verhalten sich die Finanzmärkt sehr volatil. Trotzdem lehne ich das von FDP Bundesrat Schneider-Ammann vorgeschlagene 2 Milliarden Franken Paket ab, da es nur einige wenige Firmen einseitig finanziell bevorzugt. Eine generelle Senkung der Bundessteuer wäre als wirtschaftspolitische Massnahme viel geeigneter.

 

Ist eine Erhöhung des Rentenalters zur Sicherung der Sozialwerke (v.a. AHV) für Sie tabu?

Kurzfristig soll das Rentenalter der Frauen an jenes der Männer auf 65 Jahre angeglichen werden. Um jedoch längerfristig Unterdeckungen der AHV zu verhindern, muss ein neuer Finanzierungsmechanismus für die AHV gefunden werden, wie z.B. die Koppelung der Rentenhöhe an die einbezahlten Mittel eines Jahrgangs. Auf jeden Fall darf die AHV nicht durch einen fahrlässigen Ausbau der sozialen Abfederung des vorzeitigen Rentenvorbezugs gefährdet werden. Stattdessen muss die AHV langfristig gesichert und bewahrt werden.

 

Link auf Webseite der Zuger Wirtschaftskammer: http://www.zwk.ch/index.php?id=wahlen2011

 

Wirtschaft Zug, Ausgabe August 2011: Download

Vergleich der Kandidatenportraits: Download


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